Kapitel III. Existenz transzendenter Zahlen. 329 Kapitel III. Existenz transzendenter Zahlen nach Liouville und Cantor. Die Frage nach der Transzendenz von e und hatte eigentlich erst von dem Augenblick an einen rechten Sinn, nachdem die Existenz transzendenter Zahlen durch Liouville bewiesen war. Das Liouville- sche Transzendenzkriterium ¹) für eine Zahl x beruht auf der Ketten- bruchentwicklung der Zahl x。 bzw. auf den daraus folgenden Nähe- rungswerten. Ist nämlich: p q = die Kettenbruchentwicklung, sind Po Lo P. = = Mor 4. die Näherungswerte, ferner 1 Mo + 1 rk= 1 1 μk +1 + die Reste für eine reelle algebraische Zahl xo, deren konjugierte x₁, X21 n- -1 heißen mögen, und - -1 f(x) = a(x-x)(x−x₁) · · · (x−x, − 1) = ax” + α₁x”−¹ +... — Pk + an mit ganzzahligen ɑ, ɑ₁, a,..., a, so wird dif() eine ganze a, a, J Zahl, also ≥1, und für hinreichend große k, da Pk Ik = xo wird: a (Pk - x) (Pk — x2). . . ( Pk - ak -- – X-1) beliebig nahe gleich a (x。—X₁) (X。 — X₂) · ... (x。— xn−1) = f'(x。). Also wird: 1 Pk.. Xo qk. f'(x)·qk Damit ist bereits die Art der Annäherung charakterisiert, die bei 1) Liouv. J. (1) 16 (1851), p. 134, 139.