Kapitel II. Irrationalität von e und e². 327 Eine Ausdehnung dieser Beweise auf andere Potenzen von e ist. nicht bekannt. Aber Liouville ¹) zeigt mit denselben einfachen Grundgedanken, daß weder e noch e² einer quadratischen Gleichung mit rationalen Koeffizienten genügen. In der Tat, bestünde eine solche Gleichung ae + be¹= c (a > 0) mit ganzen Zahlen a, b, c, so ergibt die Multiplikation mit (n − 1)!, daß α n a (1 + 1 n+1 1 + (n+1)(n+2) +...) b +(−1)" - n (1 1 - 1 + (n + 1) (n + 2) + · · ·) n + 1 (n+1)(n+2) eine ganze Zahl werden müßte. Aber links steht bei passender Wahl der Parität von n die Summe zweier positiver beliebig kleiner Brüche, die also stets von Null verschieden ist. Bestünde zweitens eine Gleichung: ae²+bec, (a > 0) so ergäbe die Multiplikation mit (n-1); für eine hinreichend große Zahl n, daß 2in a n (1 + 2 + n + 1 = )+(−1)−1,2 2 1 - + n n+1 .) eine ganze Zahl sein müßte. Aber, da man q-2, nämlich n=2"+1 oder 2m+2 nehmen kann, ist das bei großem n wieder die Summe zweier beliebig kleiner positiver Brüche usw. Ebenso er- gibt sich, daß weder tg noch tg 1 einer linearen oder einer qua- 1 2 dratischen Gleichung genügen können. Aus der Kettenbruchentwicklung: e 1 e + 1 oder 2+ 2 1 e 1 1 1+ 6+ 6 +1 10+ 1 10+ 1 14+ 14+ mußte bereits Euler die Irrationalität von e erkannt haben, wenn er sie auch nicht ausdrücklich aussprach.) Ebenso aus der Entwicklung: e² - 1 e²+1 1 1 1+ 3+1 5+ 1) Liouv. J. V (1840), p. 192, 193. 2) Introductio 1753 und Comm. Acad. Petr. IX 1737, (1744), p. 108.