300 Siebenter Teil. Konstruktive Approximationen. und der Koeffizient x ist aus weiteren Bedingungen zu bestimmen. Fordert man Richtigkeit der Formel an der Stelle +, der x = π 2 2 3 einzigen, wo rationalem x rationale cost x entsprechen¹), so findet 14 Ähnliche Überlegungen könnten Bhaskara auf seine Formel geführt haben. man x Diese Formel repräsentiert eine interpolatorische Approximation, da die Entwicklungen π π 2 COS x = 1 − ²x² + ..., 2 - 8 - 1 x2 - (1 x²) (1 x x² + · · ·) . = 1 − (x + 1) x² + · · · 1+xx schon im zweiten Gliede nicht übereinstimmen; denn das ergäbe π 7² = 1 oder π = = √10, 8 den bekannten indischen Näherungswert (S. 184). Wählt man aber x = - 1 = 0,237 .. 8 so findet bei x = 0 Oskulieren statt. Diesen Wert wollen wir mit bezeichnen. Ebenso kommt man durch Vergleich der Entwicklungen хо COS - π 2 X sin(1 π x) — — (1 − x) — · · ·, 2 (1 - x) - x2 1 + xx² entweder für z = 4 = 1 + x auf den ägyptischen Näherungswert x = 3,21) oder man bewirkt durch Wahl von x Oskulieren bei x = 1, indem man 4 x = π - - 10,273... wählt; diesen Wert bezeichnen wir mit ×₁. Für x findet bei x = 0 Annäherung zweiter Ordnung statt, für z₁ findet bei x = 1 Annäherung erster Ordnung statt. Ein guter Wert für wird also 0,249... sein; der Wert des Bhaskara 2x + x1 3 - unterscheidet sich hiervon nur um ca. 1 1000 • Man kann x aus anderen Forderungen bestimmen, z. B. als den Mittelwert von 1 1 x 1+ COS π X 1) Diesen Satz, dessen Richtigkeit sofort aus der Irreduktibilität der Kreis- teilungsgleichung (s. S. 145) folgt, beweist Hessel (Archiv d. Math. u. Ph. (1) 48 (1868), p. 81) rein geometrisch, nachdem er ihn vorher in seiner Kristallometrie (1831) unbewiesen benutzt hatte. 2) S. M. Simon 1. c., p. 45.