224 Sechster Teil. Analytische Approximationen. X19 der und 1, xo die beiden Werte von x, so liegt der eine zwischen andere zwischen x, und x; diese können als Näherungswerte von x₁ und x angesehen werden. Nimmt man einen von ihnen für x, so kommt man der betreffenden Wurzel x, oder x noch näher, usw. Zum Beispiel liefert die Formel: X1 für die Gleichung: -b+ (n − 1) Vb-ac ас a x³-7x-7=0 den auf zwei Stellen richtigen Näherungswert = 2√] – 3,05 ……., = und der zweite Schritt liefert bereits auf sieben Stellen richtig 3,0489154... Binomischer Lehrsatz. Der binomische Satz drückt sich durch die folgende Formel aus¹): -1 (a + b)" = a" + (1) a” −¹ b + (~2) an -2 +b”. a" - ³ b² + ··· + (1) a"-Pbx+···+b". (1) Die „Binomialkoeffizienten": () = n(n 1) (n 2) · (n − p + 1) 1.2.3 p (2) besitzen die folgende Fundamentaleigenschaft: () + (+1) in + = (3) Wir beweisen die Binomialformel zunächst für den Fall, daß n eine positive ganze Zahl ist; und zwar durch den Schluß von n auf (n + 1). Multipliziert man (1) beiderseits mit (a+b) so ergibt sich: 1 a" (a + b)" + ' = a² + ¹ + { ('"') + 1} a'b + {(@") + (') } a" − ¹ b² + · · also, wegen (3): = 1 n ·· + { (1) + (b + 1 ) } 71 a²-rbv +1 • + + br+1, + (" + ¹) a″b + + (" + ¹) a² + 1 − p b " + +b+1. 1) Aus Briefen J. Newtons vom 13. Juni und 24. Oktober 1676 an H. Oldem- burg (Opuscula I, Lausanne und Genf 1744, p. 307, 328) geht hervor, daß er das independente Koeffizientengesetz (2) vor 1676 gehabt hat; s. Wallis, Opera III, 634; Comm epistol. ed. Biot.-Lefort, p. 125. Die Rekursionsformel (3) hatte schon Michael Stifel (Arithmetica integra, Nürnberg 1844, Fol. 44 b).