Kapitel II. Approximierung durch Mittelbildung. 191 Genauer ist, wie wir später sehen werden: x d = 2 cos oder einfacher das Stück, um das der approximative Trisektionspunkt nach rechts zu verschieben ist: 2 - 2 d= 10 sin vers x, wie später bei Newton und Lambert (s. u.). Die Figur, welche Snellius zur Herleitung der beiden Formeln benutzt, und sein Ausdruck,limes trisectionis" (a. a. O., S. 44) für den Punkt P läßt deutlich erkennen, daß er dabei an die alte Tri- sektionsfigur der Griechen anknüpft. Wenigstens ist dies wahrschein- licher, als daß er durch eine Betrachtung des Philipp von Landsberg hierauf geführt wurde.¹) Dies ist die folgende: Ist in nebenstehender Figur OE gleich des Radius, n 1 CD = = des Quadranten, n E x = so ist DFx. Dieser Satz ist wiederum nicht streng be- 0 wiesen; er liefert für eine Näherungsdarstellung, die aus der Proportion folgt: woraus cos x: sin x 1 n 1:x n n sin x cos x - n cos x (3) folgt. Diese Formel ist in doppelter Beziehung von ganz anderer Art als die bisher betrachteten: Nämlich erstens leistet sie nicht wie jene eine Näherungsrektifikation eines beliebigen Bogens x, und andrer- seits haben die früheren Formeln die Eigenschaft, um so genauer richtig zu sein, je kleiner der Bogen x ist, während das bei der Formel (3) nicht der Fall ist. So haben z. B. die Gleichungen: Xx = sin x, x = tg x, wie sich aus den später abzuleitenden Reihenentwicklungen ergibt, drei Wurzeln gleich 0; (die übrigen sind bei der ersten Gleichung imaginär, bei der zweiten reell); und die Gleichungen X = 3 sin x 2+ cos x 2 sin x + tg x X = 3 1) Wie v. Braun mühl vermutet, Gesch. d. Trig. I, p. 242.