Kapitel V. Teilung des Kreises, der Lemniskate usw. 155 (8. S. 59) ist nach dem Hilbertschen Satze möglich, d. h. es sind von dem zu teilenden Kreise nur Schnittpunkte mit Zentralen zu be- nutzen.¹) Diese Konstruktionen bringen zwar, wenigstens z. T. konstruktive Vereinfachungen mit sich, aber nicht gedankliche, da sie immer nur auf die Konstruktion der Wurzeln der quadratischen Gleichungen ausgehen; das ist eigentlich ein fremdes, algebraisches Element in der ganzen Betrachtung, was beseitigt werden müßte. Nun sahen wir (S. 60), daß das Quadratwurzelausziehen aus Quadratsummen dem Winkelhalbieren äquivalent ist. Man kann daher darauf ausgehen, die Quadratwurzelziehungen durch Winkelhalbierungen zu ersetzen, und da tritt hier der besonders günstige Umstand ein, daß die zwei ersten erforderlichen Halbierungen die Vierteilung eines Winkels reprä- sentieren. Diese Bemerkung von Richmond) ist ein wirklicher Fort- schritt in der geometrischen Erkenntnis des Siebenzehnecks; es wäre erwünscht, auch für die letzte Quadratwurzelziehung eine einfache geometrische Interpretation zu haben, auf Grund deren wahrscheinlich eine wirkliche rein geometrische Analysis des Problems durchführbar wäre. C PLE P2 P3 33 P M P E H 66 PP G A B Aus dem Richmondschen Satze kann man das folgende nach dem Vorhergehenden leicht zu bestätigende Resultat ableiten: 1) Für die projektive Aufgabe S. 143¹ heißt das, es dürfen nur von Punkten der gegebenen Geraden aus Tangenten an den Kegelschnitt gelegt werden. 2) Quart. J. of math. 1892, Math. Ann. 67 (1909), p. 459.