102 Dritter Teil. Kubische Konstruktionen. Die Kurve (m = 1, n = 3), also r cos³ ф = const. hat Longchamps als kubische Duplikatrix (richtiger Multiplikatrix) eingeführt.¹) Schließlich kann hier noch die Duplikatrix von Montucci) ge- nannt werden: sin q. cos q = const. 9° 3 3 = 1 ge- Zur Multiplikation ist z. B. noch die Astroide x + y eignet.) Ihre Tangente im Punkte (x, y) zerfällt durch den Berühr- punkt in die Stücke und y. Auch zur Winkeldreiteilung gibt es eine Reihe besonders ge- eigneter Kurven, sog. Trisektrixkurven. Die älteste ist wohl die Trisektrix von Maclaurin, die in Bipolar- koordinaten die Gleichung: 3p hat, wodurch ihre Anwendung = zur Trisektion sofort deutlich wird.") Die Trisektrix von Catalan 5) ist die minus-erste Fußpunktkurve der Parabel in bezug auf ihren Brennpunkt. Ihre Polargleichung 39 r sin³ 2 = const. läßt ihre Anwendung zur Würfelvervielfachung erkennen. Für die Trisektion kommt in Betracht, daß ihre Tangente im Punkte (r, q) mit dem Radius r den Winkel 90º ф bildet. 3 Die Gaußsche) Sinusspirale 1 = Cos3 ф 3 hat die Eigenschaft, daß ihre Normale im Punkte (r, q) mit dem Radius r den Winkelbildet. 1) Longchamps 1. c., p. 92-94. Uhlhorn (Entdeckungen in der höheren Geometrie, Oldenburg 1809, p. 54) hatte sie als Toxoide bezeichnet. Loria 1. c., p. 89. 2) Nouv. ann. 1857, p. 449. Résolution de l'équation du 5 degré (Paris 1869), Elgé, Journ. de Math. spec. 1896; Loria 1. c., p. 159. 3) L. Matthiesen, Arch. d. Math. u. Phys. (1) 48 (1868), p. 231. 4) Maclaurin, A Treatise on fluxions, frz. v. R. P. Pezenas I (Paris 1749), p. 198; Geometria organica (London 1720), p. 23. Vgl. auch G. de Longchamps 1. c., p. 120; H. Brocard, Journ. de Math. spéc. (3) V (1891); Loria 1. c., p. 81 ff. 5) E. Catalan, Journ. de math. spéc. (2) IV (1885), p. 229 ff. Loria l. c., p. 86. 6) F. Gauß, Progr. Bunzlau 1890.