Kapitel III. Metrische kubische Konstruktionen. 83 Dieselbe Figur führt, wie bekannt, zur Konstruktion des regulären Fünfecks. Wird nämlich = 36° genommen, so wird der Winkel O QR = ORQ = 72°, also der Winkel QOR = 36°; folglich: und demnach: ф AQOR~AOPR, QR: PQ = PQ: PR, d. h. PR durch den Punkt Q nach dem goldenen Schnitt geteilt. Nimmt man für das reguläre Siebeneck o 360° = 180° 7 so wird: OQR 7 " 360 180 360/7 1807 540/540/ 2z ROS = Macht man RS 540° 7. = 1, so wird auch: 540° RSO= 180/7 7 ; folglich: ORS = 180° 7 also: PRS PSR = = 540° Setzt man jetzt noch OS = 2z, so ergibt sich wie oben: x³-3x-220, 2+2y= x², aber außerdem ist hier: = 1+2y=x+2z, also 2z = x² − 1 − x; demnach folgt durch Elimination von z: x²-1- x³- x²-2x+1 = 0¹), eine nach S. 63 offenbar irreduzible, auch nicht durch Quadratwurzeln auflösbare Gleichung, so daß das reguläre Siebeneck nicht mit Zirkel und Lineal konstruierbar ist. 1 5 und mathematica, Mediolani 1699) in dieser Figur den Schenkel P, P₁ P P erhält dadurch als Bahnen der Punkte P₁, P, P., ... seine Kurven, die ge- zeichnet vorliegend die Dreiteilung, Fünfteilung usw. ermöglichen. Er konstru- iert auch ein Instrument, das die bewegliche Figur repräsentiert, wie es ähn- lich auch Tschirnhausen getan hat. 1) Diese Gleichung findet sich ähnlich hergeleitet schon bei einem an- onymen Araber, Zeitgenossen des Abu Sahl Alkuhi (980) (s. Woepcke, im An- hang zur Algebra des Omar Alkhayyami); später bei Vieta (Variorum de rebus mathematicis responsorum, Lib. VIII, Protasis IV, Opera math., Lugd. Bat. 1646, p. 362). 6*