82 Dritter Teil. Kubische Konstruktionen. Problem der Dreiteilung des Winkels schon im Altertum gemacht worden: 1) Ist OPQ ein gleichschenkliges Dreieck mit dem Basiswinkel OPQ = POQ = 9, so schneidet der Kreis 0(00) die Gerade [PQ] in R derart, daß P W 29 N 39 От U OQR = ORQ = 29, also gleich 1, OP=x, OT-a, Proportionen: aus denen: ROT = 39 ist. Setzt man den Radius QR=2y, so ergibt die Figur die beiden = 1+ X X 2 x + a 1+2y 2(x+α) - 2+2y x² und 1 + 2y X also: x33x2a=0 (4) folgt. Die Dreiteilung des Winkels ist geleistet, wenn die Strecke x oder der Punkt P gefunden sind. Ist der Winkel ROT verhältnis- mäßig klein, also a nahezu gleich Eins, so wird x nahezu gleich 2; der für x2 bestimmte Punkt soll daher der approximative Tri- sektionspunkt heißen. Er erhält später eine weitergehende Bedeutung. An diese Figur, namentlich in der Erweiterung durch fernere gleichschenklige Dreiecke PPP, PPP, usw. mit den Basiswinkeln 39, 49 usw. knüpfen zahlreiche Untersuchungen an.²) P P P- P₂ Ꮲ Ps 1) Daß aus ROT=3. RPT folgt PQ0Q, ist der Inhalt des achten der von den Arabern uns überlieferten Lemmata des Archimedes (s. Cantor I, p. 256). Pappus (l. c., p. 273 ff.) schreibt diese Bemerkung ebenso wie die andere, daß PV = 2 ⋅ OQ ist, den „Alten“ zu. Auf dieser beruht der Drei- teiler von Amadori (Sulla trisezione d'un angolo qualunque. Savona 1883): ein mit zwei Stiften P, V in zwei senkrechten Schlitzen OV, OP gleitendes Lineal, so einzustellen, daß seine Verlängerung durch einen beliebig gegebenen Punkt R des damit verbundenen Kreisbogens geht. 2) Z. B. bewegt Th. Ceva (Cycloidum anomalarum descriptio, s. Opuscula