Kapitel III. Metrische lineare Konstruktionen. 39 = mit P(IJKL) zugleich der Peripheriewinkel o KPL von P un- abhängig, bloß von K, L, also bloß vom Bogen 9 abhängig; wir setzen daher P(IJKL) = eF(p). Für die Funktion F erhält man sofort eine Funktionalgleichung aus P(IJKL) · P(IJLM) = P(IJKM), nämlich wenn LPM = & gesetzt wird: also ist F(+) - F(9) + F(v) = F(9 + 4), F(9) von q unabhängig. Stellt man die Funktion F graphisch dar, so folgt daraus, daß die Kurve y = F(9) bei gleichen Abszissen- zuwüchsen um gleiche Ordinatenunter- schiede steigen (bzw. fallen) muß, d. h. die Kurve geht durch die Schiebung 9 19+ 4 y | y + F(4) in sich über, eine Eigenschaft, die bekannt- lich nur der Geraden zukommt; also ist F(9) eine lineare Funktion von 9. - = P Fo - Feti Um sie genauer zu ermitteln, berücksichtigen wir erstens, daß für = 0, d. h. KL das Doppelverhältnis P(IJKL) = 1, also F(9) O wird: F(p) ist also gleich 29, worin λ eine Konstante ist. Der Wert dieser Konstanten ergibt sich, indem man zweitens K und L in die Endpunkte eines Durchmessers verlegt, dann ist einer- nach dem Satz des Thales, andrerseits P(IJKL) = −1, weil dies vier harmonische Strahlen sind. Folglich ist 2 aus seits q = π 2 π e 2 = - 1 = eri1) zu bestimmen und hat demnach den Wert = 2i. - 2i. Damit ist mit den denkbar elementarsten Mitteln das wichtige Resultat von Laguerre) gewonnen: Ein Winkel ist der durch 2i dividierte natürliche Logarithmus des Doppelverhältnisses, welches seine Schenkel mit den Kreispunkten bilden. In ähnlicher Weise wird der metrische Begriff der Strecke auf den projektiven des Doppelverhältnisses zurückgeführt. Es seien näm- lich A, B, U, V mit den Abszissen a, b, u, v vier Punkte einer Ge- raden. Das Doppelverhältnis: u-a v (ABUV) = -a (1 – 1) (1 - 1/4) 응​) u - b v b - (1 − 1 ) (1 - 4) -응​) U 1) Siehe hierzu die Entwicklungen in Teil V, Kap. 2. 2) Laguerre, Nouv. ann. de math. 12 (1853), p. 57-Oeuvres II (Paris 1905), p. 6.