Kapitel II. Affine lineare Konstruktionen. 25 gebenen durch affine lineare Konstruktion hervorgehen, entwickeln wir die Theorie der Verhältnisse. Unter dem Verhältnis (ABC) = (abc) dreier Punkte A, B, C mit den Abszissen a, b, c wird der Quotient: AC: BC a-c:b = - C verstanden, der offenbar ungeändert bleibt, wenn man auf a, b, c die- selbe affine Transformation x || ax +ẞ anwendet, d. h. wenn man den Nullpunkt, von dem an die Abszissen zählen und die Maßeinheit (den Maßstab) ändert. Ist [ABC], so ist also: U der unendlich ferne Punkt der Geraden (ABC) = (ABCU). Daraus oder auch direkt ergeben sich die beiden Fundamentalrelationen: (ABC) + (ACB) (ABC) · (BAC) = = 1. 1 (1) und hieraus für die sechs Werte des Verhältnisses bei Vertauschungen der Buchstaben: (ABC) = 2, (BAC) = 1, (ACB) = 1 — λ, (CAB) = (BCA) = 1 1 - 1 " (2) (CBA) - - 1 Unter dem Antragen eines Verhältnisses (PQR) an zwei Punkte A, B verstehen wir die Konstruktion eines Punktes C, so daß: ist. (ABC) = (PQR) Durch A ziehe man '||, dann QS ||RT|| PA und schließ- lich [TC] [SB]; oder in einer Formel: C = ([AB][([R(PA)][A(PQ)]) ([B([Q(PA)][A(PQ])]), wenn mit (PA) usw. der unendlich ferne Punkt von [PA] bezeichnet wird. A Ꭱ " # -S & IS