196 IV. Affine Geometrie. gelegen; Figuren, die auseinander durch Dehnungen und Schiebungen and eine Spiegelung hervorgehen, heißen symmetrisch und symme- trisch gelegen. Ein Halbgeradenpaar eines Punktes heißt ein Winkel; ähnliche oder symmetrische Winkel heißen gleich. Die beiden Halb- geraden einer Geraden bilden einen gestreckten Winkel. Sind A, B, C drei Halbgerade eines Punktes, so heißt der Winkel AC die Summe der Winkel AB und BC. Unter dem Winkel A eines Dreiecks ABC versteht man das die Punkte B, C enthaltende Halbgeradenpaar des Punktes A. Unter der Seite AB eines Dreiecks versteht man den Vektor A B 86. Satz: In ähnlichen oder symmetrischen Dreiecken sind ent- sprechende Winkel gleich, entsprechende Seiten parallel und die drei Verhältnisse der parallelen Seitenpaare gleich. Beweis folgt aus 83 und 85. 87. Satz: Die Summe der Winkel eines Dreiecks ABC ist einem gestreckten gleich. Beweis: Sei [A"CB"]|| AB, AC=CA', BC = C'B', so ist LA-LACB", LB-A"CB' (durch Schiebungen), LC = B'CA (durch Spiegelung); also die Summe gleich A"CB", einem gestreckten Winkel. 88. Satz: Bezeichnet man mit t Tensoren, mit v Vektoren, so bilden die Aggregate (t, v) ein singuläres Zahlensystem. Beweis: Man setze Addition und Multiplikation wie folgt fest: (t, v) + (t₁, v₁) = (t + t₁, v + v₁) (t, v) · (t₁, v₁) = (tt₁, tv₁ + t₁v), wo die Summen und Produkte nach 56, 78, 83 aufzufassen sind. Die Gültigkeit der assoziativen, kommutativen und distributiven Gesetze der Addition und Multiplikation liegt auf der Hand, z. B. wird und (t, v) · (t₁, v₁) · (tq, v₂) = ( t t₁ t₂, v t₁ tą + t v₁ t₂ + t t₁ v₂) • ((t, v) + (t₁, v₁)) (ty, v₂) = (t + t₁, v + v₁) · (t₂, V₂) ( t tg + ts tq, tqv + tq v₁ + t vq + t₁₂) (tly, tg + ty v) + (t₁ tq, t₁ Vg + tg V₁) = (t, v) (t2, V2) + (t1, V₁) (t2, V2). Die Zahlen (0, 0) sind als Null, (1, 0) als Eins zu betrachten. Die Zahlen (0, e) sind singulär, denn es wird (0, v) (0, v₁) = (0, 0) v) bei jedem v und . (s. 146, 76 S. 17, 23) Die Zahlen + se, mit - (t, r) können als „duale" Zahlen = 0, aufgefaßt werden.