128 II. Projektive Geometrie. also auch A1, A0, E1, ([G' Q₂] [A, A₁]). Andererseits sind A1, A0, E1, F₁ harmonisch, demnach ist 1 Nun ist F₁ = ([G' Q2][AA₁]), d. h. Q₂ = ([AA₂] [F₁G']) = H₂. 1 X2 2 X₁ = (QAA),= (HFAA), 1 also 1 ξι X1 = (EFAA) = – 1, X2 2 oder X₁₁ + X22 = 0. Sollte aber z. B. 1 = (H₂FAA2) = 0, 2 also sein, so ist H₂ = A 2 G' = A₁, G = A₁, & = [AA1], also 1 X2 = (EQAA₁) = 0, X1 denn es wird Q₁ = ([AA₁][GE₂]) = A₁. 136. Satz: Für eine ebene Geometrie ist das Bestehen des Desarguesschen Satzes die notwendige und hinreichende Bedingung für die Einführbarkeit von Koordinaten. Beweis folgt einerseits aus 84, andererseits aus den Entwick- lungen von 113 bis 135. 137. Satz: Für eine ebene Geometrie ist das Bestehen des Desarguesschen Satzes die notwendige und hinreichende Bedingung dafür, daß sie Schnitt einer räumlichen Geometrie ist.*) Beweis ergibt sich einerseits aus 58, andererseits kann man nach 113 bis 135 in die ebene Desarguessche Geometrie Koordinaten ein- führen und alsdann die aus demselben System zu bildende räumliche Geometrie der Punkte (xo, X1, X2, X3) betrachten; von dieser ist die ebene Geometrie der sich für x3 = O ergebende Schnitt. Mehr geo- metrisch beweist man dasselbe, indem man als „Raumgerade" jedes Geradenpaar [G'G"] der betrachteten Ebene, als „Raumpunkt" jedes *) In affiner Spezialisierung d. h. unter Hinzunahme des Parallelen-Axioms bewiesen bei Hilbert, Grundlagen der Geometrie § 30.