176 Fünfzehntes Kapitel. Innere Ballistik. Hat man nun ein zusammengehöriges Tripel von Werten p, v, 8 (z. B. an der Mündung) beobachtet, so ergibt sich der zugehörige Wert von i aus (20): i = pw (8-80A) pB+fws。A (21) Also liefert jeder innerballistisch beobachtete Schuß ein Paar zusammen- m gehöriger Werte von i und v = ω di (i) Insbesondere erhält man den zu v=0, 8=80 gehörigen Wert i, von i durch Messung des An- fangsdruckes po. Dieser Anfangsdruck po ist empirisch zu bestimmen als der Höchstdruck der größten Ladung, bei der das Geschoß noch eben unbewegt bleibt. Demnach kann weiterhin die bis auf eine Konstante und, falls der Anfangsdruck Po ge- bestimmte Pulverfunktion di ❤ (i) messen ist, die völlig bestimmte Funktion werden. di g (i) als bekannt angesehen Die Funktion di (i) ist keine reine Pulverfunktion, sondern hängt 20 noch in geringem Maße vom Geschütz ab, so daß man nur für nicht allzu verschiedene Geschütze dieselbe Funktion annehmen kann. Es liegt das daran, daß wir (§ 74) den etwas veränderlichen Betrag durch einen konstanten Mittelwert ersetzt haben. § 79. Lösungs-Ansatz mit dem Poissonschen Gesetz. Aus (18) folgt: dv =w.ds B.di. - Zwischen dem Druck p und dem Volumen v zur Zeit t muß nun offenbar eine Beziehung bestehen, die noch von der verbrannten Pulvermenge, m = v = ω dT dT wds dp + Bdi = also von ε oder i abhängt. An Stelle von p können wir auch diese letztere Größe einführen, und berücksichtigen, m daß (bei α = 1) v eine bekannte Funktion von i ist. Demnach ist auch ω m wegen T= v2 in dTT'(i) · di die Funktion T'(i) eine bekannte 2 Funktion von i. Es besteht also eine Gleichung zwischen p, i und