§ 72. Die zweite Phase. 165 zur Berechnung von &, wenn die Neigung & der Geschoßachse gegen die Quasi-Senkrechte bekannt ist. Die Energiegleichung ergibt T + U = T。 + Vo 0 2 A2+ Cr²+g'l cos d = 1 A|άo |² + 1 Cr²+g'l cos do, zur Berechnung von a. Der Winkel d-do am Ende der ersten Phase ι ist gleich wenn = ୧ ୧ " v2 g' sind • 0 der anfängliche Krümmungsradius ist. Da- nach ist a,, für das Ende der ersten Phase zu berechnen, wenn diese Größen für den Anfang derselben bekannt sind, oder umgekehrt, je nachdem, welche Werte sich empirisch ermitteln lassen. Da am Anfang der ersten Phase Geschoßachse und Seelenachse noch übereinstimmen, sind die Werte von 4, 9 am Anfang der ersten Phase 0, also sind født, fådt ihre Werte am Ende derselben, die Integrale über die Zeitdauer der ersten Phase erstreckt. Wegen der kurzen Dauer der- selben kann man født =¿。t, [9dt = 94t setzen, wo At die Dauer der ersten Phase ist. Die so berechneten Größen 4, 9 geben die Stellung des Geschosses am Ende der ersten Phase. Bei den vorstehenden Überlegungen ist vorausgesetzt worden, daß während der ersten Phase der Drall nicht mehr,,arbeitet“, d. h., daß das Geschoß keinen Zuwachs an Drehwucht mehr erhält. Dazu muß, da die Geschwindigkeit des Geschosses noch etwas wächst, der Drall etwas abnehmen, nämlich in der Weise, daß v tg D konstant bleibt. Ein Drall, der noch arbeitet, nachdem der vordere Führungsring die Mündung ver- lassen hat, würde wegen des Fehlens der vorderen Führung ein stärkeres Schleudern des Geschosses bewirken. · § 72. Die zweite Phase. Nachdem das Geschoß das Rohr ganz verlassen hat, erteilen ihm die nachdrängenden Pulvergase noch eine kurze Zeit eine allmählich abnehmende Beschleunigung. Wir können diese auffassen als vermin- derten Sog; denn während später ein Teil von w von dem Sog am Geschoß- boden herrührt, besteht während der zweiten Phase ein Überdruck am Geschoßboden, stärker als der Druck an der Spitze. Bezeichnen wir deshalb diese Beschleunigung mit Sw, so ist ((2)S. 25) d v dt = - (w - - · -8w+g sina). - Anfänglich ist dies positiv, v wächst; dann wird einmal w - Sw+g sin∞ =0, die Geschwindigkeit erreicht ein Maximum. Alsdann nimmt v ab, bis =o geworden ist. Nicht der Punkt, in dem v sein Maximum erreicht, δω