32 Drittes Kapitel. Grundlegung und elementare Methoden. von denen bekanntlich die erste*) eine Approximation eines Flächenstückes durch ein Tangententrapez T, die zweite **) durch ein Sehnentrapez S bedeutet. Letztere liegt auch dem obigen aus den Gleichungen (6) gefol- gerten Verfahren zugrunde. Das Mittel } S + z T = F(v) + 4F (v + ½ 4 v) + F (v +4v) 6 Δυ, die Simpsonsche Regel ***) approximiert den Flächeninhalt bis zu den Gliedern dritter Ordnung in 4v einschließlich. Entsprechend setzt Runge erstens und zweitens 4,w=F (v + ½ 4v, w + ½ F (v, w) · sv) · Av Δω = F (v, w) + F (v + 4 v, w + F (v, w) ≤v) 2 Δυ. Aber aus diesen beiden ist kein Mittel zu bilden, das bis auf Glieder dritter Ordnung richtig wäre. Vielmehr ist das zweite zu ersetzen durch 40w F (v, w)+F(v+sv, w+F (v+sv, w+F (v, w) 4v) 4v) dann gibt das Mittel 2 1400 + 1 4100 den gewünschten Grad der Annäherung. Eine Annäherung vierter Ordnung gibt die Formel von Kutta: 4ow = F (v, w) Av 4₁w = F(v + 4v, w + ½ 40w) Av 42w = F (v + ½ 4v, w+½½ 4,w) Av 43w = F (v + 4v, w +42w) Av Δω= 40+241 +242 + 43 6 Δυ; Für die Anwendung dieser Formeln ist zu berücksichtigen, daß die Funktion F zwar für jeden Wert von w, aber nur für die Tabellenwerte von v gegeben ist; danach sind die Argumente v, v + § 4v, v + sv zu wählen. Will man w wo nach Potenzen von v vo in die Taylorsche Reihe entwickeln : ― ww。=w' · (v — v。) + 4w" (v — vo)² + f w" (v — vo)³ + ..., so erhält man aus *) Mac-Laurin, Treatise of fluxions 2, Edinbourg 1742, Kap. IV, S. 632. **) Trapez-Regel von Borda oder Bézout. ***) Mathematical dissertations ...9 London 1743, S. 109.