146 Das Weltbild der neuen Physik. prozeß, die noch weit bekannter sind als der Gegensatz von posi- tiver und negativer Elektrizität, wir meinen: die Ruhe und die Bewegung; nur darf man unter Ruhe, nicht, wie dies gewöhnlich geschieht, die sogenannte,,tote Ruhe" verstehen, die nur ein Aber- glaube ist, und in der Natur nicht existiert. Das, was man Ruhe- zustände nennt, sind nur die verschiedenen Arten von Spannungen und Gegenspannungen, deren Träger der Weltäther ist, und die sich in ihm verbreiten, fortpflanzen, ausstrahlen, wohingegen die Materie die Trägerin aller Bewegungen im Kosmos ist. Bewegun- gen können ohne ein ruhendes Substrat, auf das sie bezogen wer- den müssen, gar nicht gedacht werden, darum muß die immer bewegte Weltmaterie auf den immer ruhenden (spannungsvollen) Weltäther bezogen sein. Dies ist das Prinzip der mechanischen (statisch-dynamischen) Polarität von Äther und Materie. Der Relativismus hat aber auch die Polarität von Ruhe, d. i. Spannung und Bewegung, völlig mißverstanden. Der Relativist glaubt die Bewegung begreifen zu können, wenn er mit Aus- schaltung des Äthers die Materie auf die Materie, den Körper auf den Körper, also das immer Bewegte auf das immer Bewegte bezieht, ohne zu bedenken, daß man doch etwas immer Ruhendes, immer Spannungsvolles, d. i. den Weltäther, haben muß, um die Bewegung irgendwie erfassen zu können. Kurz, der Relativismus will auch die Polarität von Spannung und Bewegung,,symme- trisch" begreifen und zerstört dadurch die mechanische Polari- tät ebenso wie die elektrische und wie alle Polarität überhaupt. Mit dieser Andeutung können wir diesmal absetzen, weil wir unseren weiteren Ausführungen nicht zu weit vorgreifen möchten. - -