Art. 59-60. 69 bogen AB liegt. Aber es gilt nicht der Desarguessche Satz. Dies geht unmittelbar daraus hervor, daß, wenn die drei Gleichungen x cos ay sina₂- P₁ = 0 Ph (h = 0, 1, 2) eine gemeinsame Lösung (x, y) besitzen, dasselbe bei den Gleichungen λpp (x² + y² — 1) = x cos a₂+ y sin α- Pr an Ph (h = 0, 1, 2) im allgemeinen nicht mehr der Fall sein wird. Denn die hierzu er- forderliche Gleichung - ―― - α₁) = 0 wird dann zwar für die ausgeschlossene Wahl = const. p, aber im λ, p allgemeinen für keine andere Wahl der Funktion 2, erfüllt sein. Bemerkung: In dieser Geometrie gilt nicht nur nicht der Desarguessche Satz, sondern überhaupt kein Schließungssatz. Ob es (ebene) Nicht-Desarguessche Geometrien gibt, in denen andere Schließungssätze gelten, bleibt hier dahingestellt. 60. Pascalscher Satz: Liegen A, B, C auf einer, A₁, B₁, C₁ auf einer zweiten Geraden einer Ebene, so liegen die drei Punkte ([BC₁], [B₁C]), ([CA], [CA]), ([AВ₁], [øB]) in einer Geraden*) (s. Fig.). Im Gegensatz zum ebenen Desarguesschen Satz ist dieser ebene Schließungssatz durch Verbinden und Schneiden aus keinem der räum- lichen Sätze herzuleiten, welche bloße Folgerungen der räum- lichen Verknüpfungsgrundsätze sind; wie später gezeigt wird.**) A B с Andererseits gibt es räum- liche Figuren, aus denen der Pascalsche Satz durch Schneiden gefolgert werden kann. Ins- besondere wollen wir zeigen, daß der Pascalsche Satz aus dem folgenden Satze, und umgekehrt dieser aus jenem, gewonnen werden - - λ sin (α — α2) + 2, sin (α, — α) + 2,„, sin (α- Po P2 B₁ C *) Dieser auf ein Geraden - Paar bezogene Satz von Pascal (s. Œuvres de Blaise-Pascal, la Haye 1779, Bd. 4, Essai pour les coniques, S. 1—7) findet sich ebenfalls schon bei Pappus (Collectanea ed. Hultsch, Bd. 2, S. 893). **) A. Schönflies (Über Konfigurationen, welche sich aus gegebenen Raum- elementen durch bloßes Verbinden und Schneiden ableiten lassen. Jahres- bericht der Mathematiker-Vereinigung I, 1892, p. 62) beweist nur, daß es keine aus den Verknüpfungssätzen folgende Raumfigur gibt, von der jeder allgemeine Schnitt die Konfiguration des Pascalschen Satzes gäbe.