Art. 52-58. 67 spruch mit der Eindeutigkeit oder mit der Kollinearität (resp. Rezi- prozität) der Abbildung würde nur eintreten können, wenn man in der einen Geometrie durch zwei verschiedene Konstruktionen zu dem- selben Elemente, in der anderen durch die entsprechenden Konstruk- tionen zu zwei verschiedenen Elementen gelangte, was gegen die Vor- aussetzung übereinstimmender Schließungssätze ist. R 57. Desarguesscher Satz*): Sind [AA], [BB₁], [CC₁] drei Gerade eines Punktes 0, welche nicht in einer Ebene liegen, schneiden sich also nach 11 die Geraden [AB], [4,B₁] in einem Punkte R, die Geraden [AC],[4₁C₁] in einem Punkte Q, die Geraden [BC], [B₁C₁] in einem Punkte P, so liegen die drei Punkte P, Q, R in einer Ge- raden (s. Fig.). Beweis für den Raum: Pliegt auf[BC], 0- also in {ABC} (14), ebenso in (AB₁C₁}, also in der Schnittge- raden dieser beiden Ebe- nen; dasselbe gilt von Q und R. A so ist B 4 58. Satz: Wenn eine ebene Geometrie Schnitt einer räumlichen ist, so gilt in ihr der Desarguessche Satz. Beweis: Es seien [AA₁], [BB₁], [СC₁] drei in einer Ebene E liegende Gerade eines Punktes O. Da die ebene Geometrie Schnitt einer räumlichen sein soll, existieren außerhalb der Ebene E noch Punkte. Man verbinde einen derselben, S, mit A, B, C, A₁, B₁, С₁. Auf der Geraden SC wähle man einen von S und C verschiedenen Punkt C, der nach 41 existiert und bezeichne den Punkt ([SC₁][OC′]), der nach 11 existiert, mit C, so gilt für [AA], [BB₁], [C'C'] der Desarguessche Satz (57). Sind B P' = ([BC′], [B₁C′]), Q'′ = ([AC], [A, C']), R = ([AB], [A₁ B₁]) die drei in einer Geraden liegenden Schnittpunkte und P = ([SP'], E), Q ([SQ], E), *) Desargues 1. c.; s. auch Pappus 1. c. S. 653. 5*