Art. 48-51. 65 im Bündel: Durch zwei verschiedene Gerade gibt es genau eine Ebene (23). Es gibt mehr als drei, zu je drei in keiner Ebene liegende Ge- rade (40). Durch drei verschiedene Punkte gibt es genau eine Ebene oder eine Gerade (9). im Raume: Durch zwei verschiedene Punkte | Zwei verschiedene Ebenen schnei- den sich in genau einer Geraden (44). gibt es genau eine Gerade (4). Durch eine Gerade und einen nicht auf ihr liegenden Punkt gibt es genau eine Ebene (21). Es gibt mehr als vier (siehe *) S. 64), zu je vier in keiner Ebene liegende Punkte (39). Zwei verschiedene Ebenen schnei- den sich in genau einer Geraden (44). Es gibt mehr als drei, zu je drei durch keine Gerade gehende Ebenen (40). Drei verschiedene Ebenen schnei- den sich in genau einem Punkt oder einer Geraden (45). Eine Gerade und eine nicht durch sie gehende Ebene schneiden sich in genau einem Punkt (43). Es gibt mehr als vier, zu je vier durch keinen Punkt gehende Ebenen (39). sollen als die „Axiome der Verknüpfung" bezeichnet werden. Die- selben bilden nicht, wie die ursprünglichen Axiome, ein System von- einander unabhängiger Axiome, sie sind aber als Axiome zulässig, da aus ihnen die definierenden Eigenschaften der Geraden (4), der Ebene (9), des Raumes (25), die Existentialaxiome (2, 8, 24, 39 und 11) folgen. 49. Definition: Das vollständige System von Lehrsätzen, welche man aus den Axiomen der Verknüpfung resp. der Ebene, des Bündels, des Raumes (unter eventueller Hinzunahme weiterer Axiome) herleiten kann, heißt „Geometrie" resp. der Ebene, des Bündels, des Raumes. 50. Definition: In der Geometrie der Ebene heißen die Ele- mente Punkt und Gerade, in der Geometrie des Bündels die Elemente Gerade und Ebene, in der Geometrie des Raumes die Elemente Punkt und Ebene einander, und die Gerade sich selbst „dual". Lassen sich zwei Sätze zweier Geometrien so aufeinander beziehen, daß jedem Element des einen genau ein duales Element des anderen und koinzi- dierenden Elementen koinzidierende Elemente entsprechen, so heißen die beiden Sätze,,dual". 51. Dualitätsprinzip*): Dem,,Verbinden" zweier Elemente ent- spricht „dual" das ,,Schneiden" der dualen Elemente. Jeder Kon- *) Gergonne, Gerg. Ann. 16 (1825, 1826), S. 209. Vahlen, Abstrakte Geometrie. 5