26 I. Grundlagen der Arithmetik. aº = 1, a-m ---- 1 m a setzen, da dies mit a+1 aka in Einklang, wenn, wie im folgenden stets, A vorausgesetzt wird. 86. Definitionen: Die Worte: Division, Divisor, Dividend, Quotient, Bruch, Zähler, Nenner, gebrochene Zahl, rationale Zahl sind hier in bekannter Weise zu erklären. Die nichtrationalen Zahlen, welche im System der rationalen Zahlen durch Anordnungsbezie- hungen definiert werden können und welche das System zu einem stetigen ergänzen, heißen ,,irrationale"*) Zahlen; die rationalen und die irrationalen Zahlen zusammen bilden das System der „reellen" **) Zahlen. 87. Ein Zahlensystem kann „kommutativ" sein, d. h. es kann das kommutative Gesetz der Multiplikation gelten: C ba. ab Daß es nicht zu gelten braucht, auch wenn alle vorhergehenden Sätze gelten, beweist das System der ,,Quaternionen": a + bi + cj + dij, wo a, b, c, d rationale Zahlen sind und i, j den Gleichungen genügen: ¿² + 1 = j² + 1 = ij + ji = 0. 88. Sätze: Es ist 2a=(1+1) a = a+a=a (1+1) allgemein kaak für ganze Zahlen k. Ferner 2a 1 1 =α = 2 2 = a ( 1 + 1 ) · für ganze Zahlen h, k. 89. Im folgenden kommen nur Systeme in Betracht, in denen die aufgestellten Axiome der Verknüpfung alle gelten, mit even- tueller Ausnahme von A, B, C. · . a, also = 1 a 2 99 = = 1 a; = a.2 usw., = 1 1 a + - 2 ebenso allgemein h a = a k h 90. Satz: In einem System mit A, B, ohne C hat eine qua- dratische Gleichung x² - 2ax + A = 0 im allgemeinen beliebig viele Wurzeln x; gilt aber C, so hat sie niemals mehr als zwei. Beweis: Es sei z. B. das System das der Quaternionen und a, A reelle Zahlen, Aa² eine positive Zahl. Man zerlege Aa² in b2+c+d2 was auf beliebig viele Arten möglich ist, so genügt x= a + bi + cj + dij stets der Gleichung. *) Die irrationalen Zahlen werden also auf Grund von Anordnungs- (d. h. Größen-) Beziehungen definiert. Das Irrationale verlangt zu seiner syste- matischen Fassung den Größenbegriff" (Hankel, 1. c. S. 47). **) Zuerst in Descartes' Géométrie 1637.